UNSERE PROJEKTE

 

Hogar Amparo de Ángeles

  • Ort: Tocancipá, Cundinamarca, Kolumbien (35 km nördlich von Bogotá)
  • Beschreibung: Pflegeeinrichtung für bis zu 100 Kinder und Jugendliche mit Behinderungen; zusätzlich 30 Tagespflegeplätze geplant
  • Projektverantwortung: Fundación Proyecto Unión, Fundación Parque Jaime Duque
  • Kooperationspartner: Friends of Angels Germany e.V., Renueva Green
  • Fläche: 3.623 m2 (ebenerdig)
  • Anzahl der Zimmer: 29 
  • Anzahl der Badezimmer: 14
  • Kosten: 881.868,00 Euro

Hogar Amparo de Ángeles

Unser aktuelles Projekt ist die Unterstützung des Baus des “Hogar Amparo de Ángeles”, einer Pflegeeinrichtung für 100 Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Behinderungen, deren Familien aus verschiedenen Gründen nicht für sie sorgen können. Im Hogar Amparo de Ángeles finden sie ein neues, liebevolles Zuhause mitten in der wunderschönen Natur des Ecoparqe Jaime Duque in Tocancipá, Cundinamarca. Dort kümmert sich ein multidisziplinäres Team aus Ärzt*innen, Pfleger*innen, Psycholog*innen, Sozialarbeiter*innen, Physio-, Atem- und Ergotherapeut*innen rund um die Uhr um ihre individuellen Bedürfnisse und unterstützt jedes Kind bei seiner körperlichen und geistigen Entwicklung. Zusätzlich sollen nach der Eröffnung der Einrichtung 30 Tagespflegeplätze für Kinder aus der Region zur Verfügung gestellt werden. So können ihre Eltern tagsüber arbeiten und das Familieneinkommen sichern. Die Kosten für das 3.623m2 große, ebenerdige Gebäude belaufen sich auf rund 882.000 Euro. Das Bauprojekt wird ausschließlich durch Spenden finanziert. Jede Spende an das Projekt bringt uns näher an das Ziel, ein kindgerechtes und barrierefreies Zuhause für die Kinder zu errichten.

Was wurde bisher erreicht?

Im Juni 2019 begannen die Aufräumarbeiten und Vorbereitungen auf dem Grundstück des Hogar Amparo de Ángeles. Dazu gehört unter anderem die Planierung des Bodens und die Grundsteinlegung. Aufgrund der Covid-19 Pandemie, des Lockdowns in Kolumbien und ausbleibender Spenden, standen die Bauarbeiten von Mitte März bis Anfang September 2020 still. Nach Aufhebung des strengen Lockdowns durch die Regierung wurden die Bauarbeiten Anfang Oktober 2020 wieder aufgenommen.

Im Januar 2021 wurde mit der Errichtung des Speisesaals, der Küche, zweier Vorratsräume und dem Nebengebäude für die Wäscherei die erste Bauetappe abgeschlossen. Das gesamte Jahr 2021 wurde an der zweiten und dritten Bauetappe weitergearbeitet. Die zweite Phase umfasst die Rezeption, die Besuchertoiletten, und die ersten Zimmer. In der dritten Phase kommen drei Kinder- und zwei Badezimmer hinzu.

Im Januar 2022 ist die Instandhaltung der Dachkonstruktion abgeschlossen und das Mauerwerk verputzt und gestrichen. Die Fenster- und Türöffnungen sind fertiggestellt und bereit für den Einbau der Fenster. In Kürze folgt der Einbau der Zwischendecken und die Verlegung der Fliesen im Gästebadezimmer, ebenso wie der Anschluss der Sanitäranlagen, einschließlich der elektrischen, wassersparenden Duschen.

Aktueller Stand des Projekts
25%

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Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung

Grundsätzlich verbrauchen Bauprojekte wie Hogar Amparo de Ángeles viele wertvolle Ressourcen und können sich negativ auf die Natur und ihre Umgebung auswirken. Bei der Planung wurde deswegen besonders darauf geachtet, so wenig wie möglich in die Natur einzugreifen, Ressourcen effizient einzusetzen und möglichst bestehende Bausubstanz zu nutzen. Bald findet ihr hier ein kurzes Video, in dem der Architekt des Hogars, Diego Torres, interessante und wichtige Aspekte zur Nachhaltigkeit des Bauprojekts erklärt.

Was macht den Bau nachhaltig?
  • Recycling: ein ehemaliger agro-industrieller Bau auf dem Grundstück wird als Grundstruktur genutzt; 55% der Hauptstruktur besteht bereits, 31% der Materialien werden wiederverwendet und nur 14% ist reine neue Bausubstanz.
  • Abfallmanagement: Da der Hogar sich in einem Naturpark befindet ist das Abfallmanagement sehr wichtig. Deshalb werden Abfälle die derzeit auf der Baustelle entstehen in das Abfallmanagementsystem des Parque Jaime Duque integriert und verantwortungsvoll entsorgt.
  • Wassersparen: Mit Hilfe von Regenwassersammelbecken wird Wasser gespart und in einen Wasserkreislauf gebracht. Zudem werden spezielle Duschen installiert, die über einen beheizten Wassertank verfügen, worin das Wasser bereits aufgewärmt wird. Dadurch können bei jeder Nutzung bis zu 15 Liter eingespart werden. Im Laufe eines Jahres werden so 547.500 Liter Wasser gespart!
  • Solarenergie: Stromkosten bilden einen großen Teil der monatlichen Kosten von Fundación Proyecto Unión. Für den Hogar Santa Rita belaufen sich die jährlichen Stromkosten auf über 20.000 Euro (90.000.000 kol. Pesos). Solarpanels auf dem Dach werden deshalb saubere und nachhaltige Energie liefern und können bis zu 22% des Stromverbrauchs abdecken.
  • Wärmedämmung: PU Sandwich-Platten werden als Zwischendecke verwendet wegen ihrer besonderen Eigenschaft der effizienten Wärmedämmung.

Casa de los Ángeles

Seit mehr als 14 Jahren werden in der Casa de los Ángeles schwerkranke Kinder mit ihren Familien aus ganz Kolumbien, und aus Venezuela, aufgenommen. Sie kommen mit verschiedensten Erkrankungen,  wie zum Beispiel Krebs, Leukämie oder unterschiedlichen chronischen Krankheiten, und erhalten in Bogotá dringend benötigte Operationen, Transplantationen und langfristige medizinische Behandlungen. Für die Dauer der Behandlungen finden die Kinder und ihre Familien in der Casa de los Ángeles ein sicheres Dach über dem Kopf, Verpflegung, Waschmöglichkeiten und Freizeitangebote. ein bequemes Bett, Essen, einen Waschraum, eine Küche und Spielmöglichkeiten. So wird nicht nur verhindert, dass diese Kinder alleine in Krankenhäusern zurückgelassen werden und sondern in vielen Fällen wird ihnen eine lang erhoffte Behandlung überhaupt erst ermöglicht. 

Die Casa de los Ángeles ist das erste Projekt, das schon in eines der neuen Gebäude auf dem Gelände des Centro de Vida los Ángeles umziehen konnte. Seit Sommer 2018 befindet sich die Casa nun auf dem Gelände des Ecoparque Jaime Duque in Tocancipá. Die frische Luft und die Natur in der Umgebung steigern die das Wohlbefinden der Kinder und ihren Eltern und helfen ihnen dabei bei der Rehabilitation.

Hogar Santa Rita de Cascia

Der Hogar Santa Rita de Cascia, eine Pflegeeinrichtung im Zentrum Bogotás, ist das Zuhause von 62 Kindern und Jugendlichen mit multiplen Behinderungen, wie beispielsweise Zerebralparese, Herz-Lungen-Erkrankungen, Leber- und Nierenerkrankungen. Aufgrund  ihres gesundheitlichen Zustands und fehlenden finanziellen Mitteln können diese Kinder nicht von ihren Familien versorgt werden. 

Im Hogar Santa Rita kümmern sich daher zahlreiche Krankenpfleger*innen, Physiotherapeut*innen und Pädagog*innen rund um die Uhr um sie und geben ihnen Sicherheit und Fürsorge. Dass dies so erfolgreich funktioniert, ist auch den vielen Freiwilligen zu verdanken, die täglich im Hogar aushelfen. So absolvieren beispielsweise Medizinstudent*innen dort unter Anleitung der Professor*innen ihre Pflichtpraktika oder Schüler*innen ihren freiwilligen sozialen Dienst.

Wie sieht ein typischer Tag im Hogar Santa Rita aus?

Der Tag im Hogar beginnt bereits am frühen Morgen. Gegen 6 Uhr werden die Kinder geweckt, gewaschen und angezogen. Anschließend gibt es dann ein typisch kolumbianisches Frühstück: Weißbrot mit Rührei und dazu Hafermilch. Nach dem Frühstück startet das Vormittagsprogramm. Hier variieren die Aktivitäten von Tag zu Tag. Es wird gemalt, gebastelt, oder es werden Spiele gespielt. Häufig gibt es schon am Vormittag Besuch von Freiwilligen und oft wird auch die kleine Turnhalle genutzt, wo mit Musik, Bällen, Schaukeln, und Spielzeug die Sinne der Kinder stimuliert werden. 

Gegen zwölf Uhr wird zu Mittag gegessen. Die Kinder, die nicht über eine Magensonde ernährt werden, finden sich im Speisesaal ein. Typischerweise gibt es eine Suppe, dazu Reis, Fleisch, frittierte Kochbananen und einen frischen Fruchtsaft. 

Am Nachmittag geht es weiter mit spielerischen und kreativen Aktivitäten. Die vielen Ehrenamtlichen und Freiwilligen lesen den Kindern vor, spielen mit ihnen oder gehen innerhalb des Hogars spazieren. Gegen 19 Uhr findet sich langsam Ruhe ein und nach einem kleinen Abendessen geht es dann für die Kinder ins Bett.